Selbstschuld

»Ich weiß, dass Theo mich liebt. Nicht nur, weil er es sagt. Ich sehe es in seinen Augen. Ich merke es an der Art, wie er mich in den Arm nimmt. Mich tröstet. Mich vor sich selbst zu beschützen versucht. Wie er sich Mühe gibt. Wie er sich ehrlich anstrengt, ein anderer zu sein. Oft… Selbstschuld weiterlesen

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Größenordnung

»Und wenn die Menschheit zur Schonung der Männer noch hundert Jahre behauptet, es komme nicht auf die Größe an: Sven ist in der Lage, mich auszufüllen. Das süße Gefühl sich ausbreitender Willenlosigkeit.« – Juli Zeh, Nullzeit

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Erwartung

»Menschen warten die ganze Woche auf Freitag, das ganze Jahr auf Sommer, und das ganze Leben auf Glück.«

Arrangement

»Kleine Mädchen warten auf den weißen Ritter, der sie aufs Pferd hebt und mit ihnen davongaloppiert. Erwachsene Frauen hingegen schließen Verträge. Mal wieder eine Abmachung: Der alte Mann lässt mich in Ruhe, wenn ich ihm auf Wunsch einen runterhole und dabei von Sven erzähle. Von Svens riesigem Schwanz, der mir Mund und Hals ausfüllt, dass… Arrangement weiterlesen

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Abbitte

»Ich dachte er will sich entschuldigen. Alles auf den Wein schieben. Sagen, dass er nicht wisse, was in ihn gefahren sei. Dass wir beide hätten draufgehen können. Ganz leise ist er an die Couch herangetreten. Ich liege mit geschlossenen Augen und genieße es, wie sein warmer Finger meine Wange streichelt. Er macht das so verdammt… Abbitte weiterlesen

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Spagat

»Menschen wünschen sich Unsterblichkeit und wissen nicht was sie an einem verregneten Sonntagnachmittag anfangen sollen.« – Hans-Peter Zimmermann

Sterbewesen

»So sterben auch die Menschen zuweilen, ehe sie ihr Totsein durch ihren Leichnam beweisen können. Der Umstand, daß du nicht meinen entseelten Leib vor Augen hast, ist noch keine Garantie dafür, daß ich am Leben bin.« – Constantin Virgil Gheorghiu

Erregung

»Doch erst seit ich nicht mehr lebe, denke ich an solche und andere Dinge. In der Stille, in der meine langsame Auflösung sich vollzieht, schaue ich zurück auf die lange, wilde Erregung, aus der mein Leben bestanden hat.« – Samuel Beckett