Unschuldslos

»Ich ging zur Tür; ich konnte mein Leben nicht einsetzen, ich konnte nicht mit ihnen lächeln, nie waren Tränen in meinen Augen, nie Feuer in meinem Herzen. Ein Mensch von nirgendwoher, ohne Vergangenheit, ohne Zukunft und ohne Gegenwart. Ich wollte nichts, ich war niemand. Ich ging Schritt für Schritt dem Horizont zu, der immer von mir entwich; die Wassertropfen sprühten auf und sanken wieder hinab, ein Augenblick vernichtete ewig den anderen, meine Hände blieben immer leer. Ein Fremder war ich, ein Toter. Sie waren Menschen, sie lebten. Ich war keiner der Ihren. Ich hatte nichts zu hoffen, ich ging zur Tür hinaus.«
– Simone de Beauvoir, Alle Menschen sind sterblich

Entwachsener

»Altern heißt sich über sich selbst klar werden.«
– Simone de Beauvoir

Abgang

»Ich hoffe der Abgang ist erfreulich, und, ich hoffe nie wiederzukommen.«
– Frida Kahlo

Irrlichter

»Die Vergangenheit ist ein Licht, am Eingang der Zukunft aufgestellt, um einen Teil der Dunkelheit aufzuhellen.«
–Samuel Gottlieb Bürde

Gewahrwerden

Eines Tages sind deine Träume entlebt…

Entträumt

»Ich habe viel geträumt. Ich bin es müde, geträumt zu haben, freilich nicht müde zu träumen. Des Träumens wird niemand müde, denn träumen heißt vergessen, und vergessen bedrückt nicht und ist ein Schlaf ohne Träume, in dem wir wach sind. In Träumen habe ich alles erreicht. Ich bin freilich aufgewacht, aber was macht das schon aus?«
– Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe

Nachtgedacht

»Was ist schon die Reue über die Dinge, die man getan hat, gegen die Traurigkeit über die Dinge, die man versäumt hat zu tun?«
– Robert Seethaler